Was ist Dripify? Ein Cloud-Tool, abgerechnet pro LinkedIn-Konto
Dripify automatisiert die Akquise auf LinkedIn und ergänzt sie um E-Mails. Du legst eine Kampagne an, also eine Abfolge von Schritten wie Profilbesuch, Einladung, Nachricht und E-Mail, und lädst Leads hinein. Dripify arbeitet die Schritte auf seinen eigenen Servern ab; dein Browser muss dafür nicht offen sein, installieren musst du nichts.
Zwei Dinge stellt Dripify selbst in den Vordergrund: den Schutz des LinkedIn-Kontos (Limits je Tarif, eigene IP-Adresse, zufällige Pausen) und E-Mails in derselben Sequenz, mit eingebautem E-Mail-Finder, der jede gefundene Adresse gleich prüft. Ein separates Cold-E-Mail-Tool soll damit überflüssig werden. Dripify funktioniert mit jedem LinkedIn-Konto, auch mit einem kostenlosen; Sales Navigator ist keine Voraussetzung.
Abgerechnet wird pro Lizenz, und jede Lizenz verbindet genau ein LinkedIn-Konto; laut Hilfe-Center wird pro Dripify-Konto ein Gmail- oder Outlook-Postfach verbunden. Wer im Team ein eigenes Profil bespielt, braucht also eine eigene Lizenz.
Dripify auf einen Blick
- Gegründet
- 2017 (laut Karriereseite)
- Kunden
- 40.000+ Unternehmen laut Karriereseite, in 72+ Ländern laut Preisseite
- Team
- 100+ Mitarbeitende (Karriereseite)
- Abrechnung
- Eine Lizenz pro LinkedIn-Konto, nur in US-Dollar
- Testphase
- 7 Tage ohne Kreditkarte, mit den Funktionen von Advanced
- AGB
- Ohne Angabe von Firmenname, Anschrift oder anwendbarem Recht
Dripify Funktionen und Tageslimits: LinkedIn-Schritte, E-Mail, Kontoschutz
Jeder Lead durchläuft die Schritte einer Kampagne nacheinander. Wie viel davon pro Tag rausgeht, hängt von zwei Dingen ab: vom Dripify-Tarif und von der Art deines LinkedIn-Kontos.
Schritte und Verzweigungen
Zu den Schritten gehören auf LinkedIn Profilbesuche, Einladungen, Nachrichten, InMails, das Bestätigen von Kenntnissen, Likes auf Beiträge und das Folgen eines Profils, dazu der E-Mail-Schritt. Wenn-dann-Verzweigungen hebt Dripify in seinem eigenen Vergleich mit Waalaxy hervor. Laut Dripify lassen sich laufende Kampagnen inzwischen bearbeiten, ein früher häufiger Kritikpunkt.
Erst in Advanced: A/B-Tests (noch Beta), Lead-Tags, Statistiken pro Schritt und pro Team sowie „Evergreen“-Leads aus Sales Navigator. Die einzige KI-Funktion heißt „Improve with AI“: Sie überarbeitet einen fertigen Entwurf (kürzen, ausbauen, Ton ändern, Grammatik), schreibt aber keine Nachricht von Grund auf.
Postfach und E-Mail-Finder
Dripify verschickt E-Mails über ein verbundenes Postfach bei Gmail oder Outlook. SMTP und IMAP unterstützt Dripify nicht, weitere Anbieter stehen laut Hilfe-Center auf der Roadmap; ein Postfach lässt sich nur mit einem Dripify-Konto verbinden. Ein eingebautes Warm-up gibt es nicht: Der Leitfaden zur Zustellbarkeit rät, das Postfach von Hand aufzuwärmen und eine eigene Domain zu nutzen.
Der Schritt „Find email“ sucht die geschäftliche Adresse eines Leads und prüft sie. Im Schnitt findet er laut Hilfe-Center 45 bis 55 % der Adressen; ein Credit wird nur fällig, wenn eine Adresse gefunden und verifiziert ist.
Schutz des LinkedIn-Kontos
Jedes Konto läuft über eine feste IP-Adresse aus deiner Region. Statt eines starren Limits arbeitet Dripify mit einer Zufallsspanne um den eingestellten Wert, mit zufälligen Abständen innerhalb der Arbeitszeiten und mit einer automatischen Pause bei Spitzen oder wiederholten Fehlern („Cooling-Down“). Activity Control, das die Limits nach Kontaktzahl, offenen Einladungen und Kontoverlauf anpasst, gibt es nur in Advanced. Die Chrome-Erweiterung ist nur eine von zwei Arten, das LinkedIn-Konto zu verbinden, und nicht nötig.
Unabhängig vom Tarif empfiehlt das Hilfe-Center Grenzen je nach LinkedIn-Konto: mit Sales Navigator 75 Einladungen, 150 Nachrichten und 400 Profilbesuche am Tag, mit einem kostenlosen Konto 75, 100 und 200. Bei InMails nennt das Hilfe-Center 25 am Tag, die Preisseite 30.
Tageslimits laut Preisseite: Basic / Pro und Advanced
- Kampagnen
- 1 / unbegrenzt
- Einladungen pro Tag
- 20 / 75
- Nachrichten pro Tag
- 30 / 100+
- InMails pro Tag
- 10 / 30
- Profilbesuche pro Tag
- 100 / 200+
- E-Mails pro Tag
- 50 / 200 laut Hilfe-Center (laut Preis-FAQ ist der Versand in keinem Tarif begrenzt)
- Finder-Credits
- 100 pro Lizenz und Monat, in jedem Tarif, ohne Übertrag
Dripify Pricing: Preise pro LinkedIn-Konto, in Dollar, zuzüglich Steuern
Die Dripify Preise gelten pro Lizenz und Monat, also pro LinkedIn-Konto. Bezahlt wird nur in US-Dollar, eine Euro-Preisliste gibt es nicht. Lizenzen und Tarif änderst du jederzeit unter Billing: Ein Upgrade gilt sofort, ein Downgrade ab dem nächsten Abrechnungszeitraum. Die Beträge stehen seit der ersten archivierten Fassung der Preisseite (Juli 2025) unverändert.
Basic
59 $/Monat
pro Lizenz · jährlich 39 $/Monat (−34 %)
- 1 Kampagne
- 20 Einladungen und 30 Nachrichten am Tag
- 50 E-Mails am Tag
- 100 Finder-Credits im Monat
- Ohne Inbox, CSV-Export oder Webhooks
Pro
79 $/Monat
pro Lizenz · jährlich 59 $/Monat (−25 %)
- Unbegrenzte Kampagnen
- 75 Einladungen und 100+ Nachrichten am Tag
- 200 E-Mails am Tag
- Inbox, CSV-Export, Webhooks und HubSpot
- Open API und MCP-Server
Advanced
99 $/Monat
pro Lizenz · jährlich 79 $/Monat (−20 %) · laut Dripify der beliebteste Tarif
- Alles aus Pro
- Mehrere Teams mit Rollen, gemeinsamen Vorlagen und Dubletten-Schutz
- A/B-Tests (Beta), Lead-Tags, Statistiken pro Schritt und Team
- Activity Control und Evergreen-Leads
Bei jährlicher Zahlung wirbt Dripify mit „bis zu 35 %“ Rabatt; nachgerechnet sind es je nach Tarif 20 bis 34 %. Enterprise hat keinen veröffentlichten Preis: Das Angebot richtet sich nach der Zahl der Lizenzen und bringt Onboarding, technischen Support, einen Customer Success Manager und einen eigenen Mail-Finder statt der 100 Credits.
Was zur Lizenz noch dazukommen kann
1.000 bis 10.000 Credits pro Monat, als Abo; bei jährlich bezahlter Lizenz 29 $ bis 99 $.
Die Preise verstehen sich ohne Steuern; laut AGB schlägt Dripify sie auf, wo sie fällig werden, und kann die Preise jederzeit ändern.
Ab 10 Lizenzen, oder um mehrere Einzelabos auf einer Rechnung zu bündeln, verweist Dripify an sein Vertriebsteam.
Dripify API, MCP-Server und Integrationen: HubSpot, Webhooks, Zapier
Seit September 2026 hat Dripify eine öffentliche API. Die API, der MCP-Server, die HubSpot-Anbindung und die Webhooks gibt es erst ab Pro, nicht in Basic.
Open API: lesen und, entgegen ihrer Beschreibung, auch schreiben
Pro Schlüssel erlaubt die Dripify API 60 Anfragen pro Minute und 5.000 pro Tag. Gelesen werden Kampagnen, Lead-Listen und Leads. Die Dokumentation nennt sich zwar „Read-only“, listet aber auch schreibende Endpunkte: Leads in eine Kampagne importieren oder einer Liste hinzufügen, in einer bestehenden LinkedIn-Unterhaltung eine Nachricht senden, Tags setzen und entfernen, eigene Felder beschreiben.
MCP-Server für KI-Assistenten
Mit dem API-Schlüssel verbindest du Dripify mit Claude Desktop, Cursor, VS Code, Codex CLI, Gemini CLI oder Windsurf. Der Assistent listet Kampagnen und Lead-Listen, sucht Leads und importiert bis zu 1.000 Profile pro Import. Claude im Browser und in der Mobil-App sowie ChatGPT werden laut Hilfe-Center nicht unterstützt.
HubSpot, Webhooks, Zapier und Make
HubSpot ist das einzige CRM mit nativer Anbindung; verbinden lässt sich jeweils nur ein HubSpot-Konto. Dripify überträgt Kontakte bei festgelegten Ereignissen (Einladung gesendet oder angenommen, erste Nachricht, Antwort) und legt bei einer Antwort die LinkedIn-Unterhaltung in HubSpot ab. Zapier und Make laufen über die Webhooks; Pipedrive, Salesforce oder ein anderes CRM bindet Dripify nicht selbst an.
Dripify Erfahrungen: 1.009 Bewertungen auf Trustpilot und Capterra
Auf Trustpilot vergeben 81 % der Bewertenden die Bestnote und 3 % die schlechteste. Auf Capterra bekommt Dripify für die Bedienbarkeit 4,7 und für den Support 4,6. Eine Note von G2 nennen wir nicht: Die Seite ließ sich nicht prüfen.
Was gelobt wird
- Schnell eingerichtet, auch ohne Vorkenntnisse
- Spart Zeit gegenüber Handarbeit auf LinkedIn
- Das Netzwerk wächst mit jeder Kampagne
- Reaktionsschneller Support
- Sicheres Gefühl für das eigene LinkedIn-Konto
- Fertige Vorlagen für Sequenzen
Was kritisiert wird
- Basic ist mit nur einer Kampagne zu knapp
- Preis, vor allem außerhalb der USA
- Laufende Kampagnen ließen sich lange nicht ändern (laut Dripify inzwischen möglich)
- Wenig E-Mail-Auswertung, etwa bei Öffnungen
- Oberfläche wirkt veraltet
- Kein Import oder Export von Sequenzen
- Ohne Sales Navigator holt man weniger heraus
- Support manchmal langsam
Dripify oder Emelia: Lizenz pro Konto gegen Tarif mit vielen Postfächern
Was kostet das dritte LinkedIn-Konto? Bei Dripify eine weitere Lizenz, monatlich 59 $ in Basic und 99 $ in Advanced. Bei Emelia kommt im Monatsabo ein Konto für 29 $ zum Tarif dazu, oder ein größerer Tarif deckt es ab; die Tabelle nimmt jeweils das günstigere Angebot. Durchgerechnet sind 1, 3 oder 10 Konten, je mit eigenem Postfach für die E-Mail-Schritte. Emelia liegt in jeder Preiszeile vorn, auch gegen Basic mit einer Kampagne und 20 Einladungen am Tag. Dripify gewinnt bei den Finder-Credits, die jeden Monat neu kommen.
Monatsabo
1 LinkedIn-Konto mit eigenem Postfach
3 LinkedIn-Konten, je mit eigenem Postfach
10 LinkedIn-Konten, je mit eigenem Postfach
Jahresabo, pro Monat
1 LinkedIn-Konto mit eigenem Postfach
3 LinkedIn-Konten, je mit eigenem Postfach
10 LinkedIn-Konten, je mit eigenem Postfach
Credits, Postfächer, API, KI
Finder-Credits in einem Jahr (1 / 3 / 10 Konten)
1.000 Credits zusätzlich pro Monat
Postfächer und Warm-up
Inbox, A/B-Tests, Webhooks
API
CRM
KI
Telefonnummern
Schutz des LinkedIn-Kontos
Kostenloser Test
Alle Beträge in US-Dollar: Dripify rechnet nur in Dollar ab, Emelia zeigt dieselben Zahlen in Euro und Dollar. Jährlich: Preis pro Monat bei jährlicher Zahlung. Postfächer: laut Hilfe-Center wird pro Dripify-Konto ein Gmail- oder Outlook-Postfach verbunden. Ab 10 Lizenzen verweist Dripify an den Vertrieb. Ein Dripify-Credit wird nur für eine gefundene und verifizierte Adresse abgebucht.
Dripify Alternativen: welches Tool zu deinem Grund für den Wechsel passt
Häufige Gründe, eine Dripify Alternative zu suchen, zeigen die Bewertungen und die Preisliste: eine Lizenz pro Konto, Basic mit nur einer Kampagne, E-Mail nur über Gmail oder Outlook und ohne Warm-up, HubSpot als einziges CRM oder kein White Label (laut Dripifys eigenem Vergleich). Die Tools unten sind nach diesen Gründen geordnet. Preise von den Websites der Anbieter; Dripify, HeyReach und Expandi rechnen nur in Dollar ab.
- 1
Emelia
Ideal für: Mehrere Konten und Postfächer in einem TarifLinkedIn und Cold-E-Mail in denselben Sequenzen, mit 3, 50 oder unbegrenzt vielen Postfächern je Tarif und Warm-up. 3 Konten kosten im Monatsabo 95 $ (Start + 2 × 29 $) statt 237 $ in Dripify Pro, 10 Konten 297 $ (Scale) statt 790 $. Dafür gibt Dripify jeder Lizenz jeden Monat 100 Finder-Credits, Emelia ihre Credits einmalig.
ab 37 $/MonatEmelia-Preise - 2
Waalaxy
Ideal für: Ein Konto, Preisliste in EuroAuch hier eine Lizenz pro LinkedIn-Konto, aber in der Eurozone mit eigener Euro-Preisliste. Pro reicht für etwa 300 Einladungen im Monat. Den E-Mail-Schritt, den Dripify schon in Basic hat, gibt es bei Waalaxy erst in Business für 139 € pro Konto und Monat.
ab 39 €/Monat pro KontoWaalaxy im Überblick - 3
lemlist
Ideal für: Mehr E-Mail-Absender pro PersonEin Cold-E-Mail-Tool, das im Tarif Multichannel auch LinkedIn-Schritte kann: 5 E-Mail-Absender pro Nutzer, Warm-up mit lemwarm und eine Datenbank mit über 650 Mio. Kontakten. LinkedIn läuft über die Chrome-Erweiterung, ein Konto pro Nutzer.
109 €/Monat pro Nutzerlemlist im Überblick - 4
La Growth Machine
Ideal für: Mehrere Adressen pro AbsenderAbgerechnet wird pro „Identität“: ein LinkedIn-Konto mit 1 bis 10 E-Mail-Adressen derselben Person, je nach Tarif. Anrufe gibt es ab Pro, die Synchronisierung mit HubSpot oder Pipedrive in Ultimate. Ein eigenes Warm-up hat La Growth Machine so wenig wie Dripify.
ab 60 €/Monat pro Identität - 5
HeyReach
Ideal für: Agenturen mit vielen KundenprofilenAbgerechnet pro verbundenem LinkedIn-Konto: 79 $ im Monat, ab 10 Konten 59 $ pro Konto; Nutzer kosten nichts. Ab Agency gibt es White Label und einen Pool von Konten für alle Kunden. E-Mails verschickt HeyReach nicht selbst: Ein Schritt übergibt den Lead an Instantly, Smartlead oder EmailBison, mit eigenem Abo dort.
ab 79 $/Monat pro Konto - 6
Expandi
Ideal für: Agentur ab 10 Konten, mit White LabelEin einziger Tarif, eine Lizenz pro LinkedIn-Konto: 99 $ im Monat (Dripify Pro: 79 $, Advanced: 99 $). Für Agenturen gibt es Agency ab 10 Konten mit White Label, Preis auf Anfrage. Anbieter ist LeadExpress B.V. in den Niederlanden.
99 $/Monat pro Konto
Dripify Testphase, Kündigung und Zahlung: Fragen und Antworten
Die Anmeldung zu Dripify läuft über app.dripify.com. Dein LinkedIn-Konto verbindest du danach entweder mit den LinkedIn-Zugangsdaten oder über die Chrome-Erweiterung von Dripify. Die Erweiterung ist kein Muss: Die Kampagnen laufen in der Cloud, auch wenn dein Rechner aus ist.
7 Tage, ohne Kreditkarte, mit den Funktionen von Advanced und echten Kampagnen. Die Tageslimits richten sich im Test nur nach deinem LinkedIn-Konto. Am Ende wird nichts abgebucht: Das Konto wird inaktiv und die Kampagnen stoppen, bis du ein Abo abschließt.
Jederzeit per E-Mail an support@dripify.com oder in der App unter Billing → Cancel Subscription. Die Kündigung wirkt zum Ende der bezahlten Periode, bis dahin bleibt der Zugang offen. Ohne Kündigung verlängert sich das Abo automatisch, zum dann gültigen Preis.
Monatsabos erstattet Dripify laut AGB nicht. Ein Jahresabo kann innerhalb von 24 Stunden nach Zahlungseingang erstattet werden. Zusatzleistungen, etwa die Überarbeitung des LinkedIn-Profils, sind davon ausgenommen.
Nein. Laut AGB laufen alle Zahlungen in US-Dollar, Steuern kommen hinzu, wo sie fällig sind. Eine Euro-Preisliste gibt es nicht; was die Lizenz in Euro kostet, hängt also vom Wechselkurs ab.
Nein, Dripify funktioniert mit jedem LinkedIn-Konto, auch mit einem kostenlosen. Mit Sales Navigator empfiehlt das Hilfe-Center aber höhere Tageslimits, etwa 150 statt 100 Nachrichten und 400 statt 200 Profilbesuche, und die Evergreen-Leads in Advanced setzen Sales Navigator voraus.
Emelia ist ein Wettbewerber von Dripify. Wir wollten fair bleiben: Jede Zahl zu Dripify stammt von der eigenen Website oder öffentlichen Bewertungsportalen.