Wofür HeyReach gebaut ist: Sender, Workspaces und Unibox
HeyReach automatisiert LinkedIn, und nur LinkedIn. Das Tool läuft in der Cloud und verteilt eine Kampagne auf mehrere verbundene LinkedIn-Konten. Jedes verbundene Konto heißt bei HeyReach „Sender“; nach Sendern wird auch abgerechnet. Nutzer dagegen sind kostenlos und unbegrenzt. Das Produkt gibt es seit 2023; E-Mails versendet es nicht selbst.
Für wen: Agenturen, Vertriebsteams, GTM-Operatoren
HeyReach richtet sich an Agenturen, die für viele Kunden akquirieren, an Vertriebsteams mit mehreren Profilen und an „GTM-Operatoren“, die ihre Abläufe mit Clay, API und MCP verknüpfen. Workspaces und Rollen gibt es schon in Growth.
Ab Agency teilen sich die Kunden-Workspaces einen Pool von Sendern, dazu White Label: Die 25 oder 50 Sender eines Agency-Pakets (in Unlimited bis zu 300) stehen allen Kunden zur Verfügung, das White Label gilt für eine Marke (in Unlimited weitere für 500 $ je Marke). Außerdem gibt es eine Gesamtansicht über alle Kunden, die Rolle „Manager“ für Kunden, ein Onboarding und einen eigenen Slack-Kanal.
Sequenzen und Lead-Quellen
Mehrere Sender arbeiten dieselbe Lead-Liste ab und wechseln sich ab (Rotation), jeder mit seinen eigenen Limits. Eine Sequenz kann Einladungen, Nachrichten, InMails (nur mit Sales Navigator), Likes, Profilbesuche, Follows und Sprachnachrichten enthalten, mit Bedingungen wie „If connected“ oder „Open profile“ und A/B-Tests der Nachrichten. Neu seit September 2026 (Beta): Sprachnachrichten mit geklonter Stimme, für jeden Lead personalisiert.
Leads kommen aus Sales Navigator (bis 2.500 pro Sender und Import), aus der LinkedIn-Suche (1.000 pro Sender und Import), aus Reaktionen auf einen Post, per CSV, aus Clay oder über die API. Eine Blacklist schließt Leads und Firmen aus.
Was die Unibox kann
Die Unibox sammelt die Antworten aller Sender an einem Ort, mit Vorlagen, Anhängen und Zugriff fürs ganze Team, allerdings nur Nachrichten aus LinkedIn, Sales Navigator und Recruiter; E-Mail-Antworten erscheinen dort nicht. „Auto-Tag“ ordnet jede Antwort per KI (über OpenAI) als „interessiert“, „nicht interessiert“ oder „generisch“ ein.
Konto-Sicherheit: Limits, Proxys und die LinkedIn-Sperre vom März 2026
Für die meisten Aktionen nennt HeyReach eine Obergrenze pro Konto, Nachrichten regelst du selbst. Laut Hilfe-Center gelten diese Werte:
- Einladungen pro Tag: höchstens 40, voreingestellt sind 25. 30 gelten als unbedenklich, wenn das Konto aufgewärmt ist und mehr als 1.000 Kontakte hat.
- Einladungen pro Woche: zwei Angaben von HeyReach. Der Hilfeartikel zu den Limits nennt eine Obergrenze von 200, danach pausiert das Konto bis Montag („Cooldown Mode“). Der Artikel „Is HeyReach safe“ und das Blog sprechen von etwa 100.
- Aktionen pro Tag: rund 200 pro Konto, alle Aktionen zusammen (Besuch, Nachricht, Einladung). Wer sie erreicht, macht erst am nächsten Tag weiter.
- InMails, Likes, Besuche, Follows: bis 40 InMails pro Sender und Tag (nur mit Sales Navigator), je 40 Likes, Profilbesuche und Follows pro Sender und Tag, verteilt auf alle Kampagnen.
- Prüfungen und Abstände: 250 Prüfungen „If connected“ oder „Open profile“ pro Tag, mindestens 3 Stunden zwischen zwei Schritten.
- Nachrichten pro Tag: keine veröffentlichte Zahl, du stellst die Limits pro Aktion und Konto selbst ein.
- Neue LinkedIn-Konten: Automatisierung erst ab 100 Kontakten, dann 5 Einladungen am Tag in der ersten Woche, 10 in der zweiten und danach 15 bis 20.
Proxys: inklusive oder selbst mitbringen
Im Tarif Growth bekommt jedes Konto einen eigenen statischen Residential-Proxy. In Agency und Unlimited heißt es laut Preisseite: Proxys selbst mitbringen oder individuelle Lösung auf Anfrage, ohne veröffentlichten Preis. Der Hilfeartikel „Is HeyReach safe“ spricht allgemein von einem eigenen Proxy pro Konto, ohne nach Tarif zu unterscheiden.
Gelöschte Firmenseite, eingeschränkte Profile: HeyReachs eigene Darstellung
Am 25. März 2026 hat LinkedIn die Unternehmensseite von HeyReach gelöscht und die Profile von CEO, CTO, CRO und CMO eingeschränkt. So beschreibt es HeyReach selbst in einem Blogartikel vom 10. August 2026. Nach Angaben des Anbieters waren Kundenkonten nicht betroffen; Werbung auf LinkedIn kann HeyReach seitdem nicht mehr schalten.
Im selben Artikel nennt HeyReach für die Zeit seit der Sperre 50.406.739 verschickte Einladungen, eine Annahmequote von 21,3 % und eine Antwortquote von 30,7 %. Auf seiner Website betont HeyReach, weder mit LinkedIn verbunden zu sein noch von LinkedIn unterstützt zu werden.
Preise in Dollar, Anbieter in Estland: was deutsche Firmen zahlen
HeyReach veröffentlicht eine einzige Preisliste, in US-Dollar und ohne MwSt. Eine Euro-Preisliste oder eine deutsche Version der Website gibt es nicht.
- Growth: 79 $ pro Sender und Monat, ab 10 Sendern 59 $ für jedes Konto.
- Agency: 999 $ im Monat für 25 Sender, 1.399 $ für 50, als Pool für alle Kunden-Workspaces.
- Unlimited: 2.999 $ im Monat, „unbegrenzt“ heißt bis zu 300 Sender (Fair Use).
- Rabatte: 10 % bei Quartals- und 20 % bei Jahreszahlung, jeweils im Voraus. Die Preise je Zahlungsweise, die Preiserhöhung von 2026, die Regeln zu Vorkasse und Kündigung und ein Rechner gegen Emelia: HeyReach Preise.
Vertrag mit HeyReach
- Vertragspartner
- HeyReach Inc OÜ, Tallinn (Estland), Registernummer 17149947
- Recht
- Estnisches Recht, Gerichtsstand Harju (Tallinn), AGB in Kraft seit 19. November 2025
- MwSt.
- Firma mit gültiger USt-IdNr.: keine MwSt. (Reverse-Charge). Ohne gültige Nummer kommt die MwSt. deines Landes dazu.
- Währung und Zahlung
- Nur US-Dollar, per Karte (Visa, Mastercard, American Express) oder Google Pay, unter anderem
- Kündigung
- Laut Hilfe-Center jederzeit, wirksam zum Ende der bezahlten Periode. Laut AGB (Art. 7.1) schriftlich 30 Tage vor der Verlängerung.
- Erstattung
- Laut AGB keine; laut Hilfe-Center Prüfung im Einzelfall
Brauchst du auch E-Mail? HeyReach und Emelia im Vergleich
HeyReach versendet keine E-Mails. Ein Kampagnenschritt übergibt den Lead an Instantly, Smartlead oder EmailBison; dafür brauchst du dort ein eigenes Konto mit eigenem Abo (Instantly und Smartlead synchronisieren in beide Richtungen; im White Label fehlen die Integrationen mit Instantly und Smartlead). Emelia verschickt LinkedIn-Nachrichten und Cold E-Mails im selben Tarif, mit Warm-up und Postfach-Rotation. Die Preiszeilen vergleichen deshalb nur, was beide können: LinkedIn-Konten ohne E-Mail. Monatlich ist Emelia von einem bis 47 Konten günstiger, bei 48 gleich teuer, HeyReach bei 49 und 50 Konten, Emelia wieder von 51 bis 103 und HeyReach ab 104 Konten.
Nur LinkedIn, monatlich gezahlt
1 LinkedIn-Konto, nur LinkedIn
3 LinkedIn-Konten, nur LinkedIn
10 LinkedIn-Konten, nur LinkedIn
50 LinkedIn-Konten, nur LinkedIn
300 LinkedIn-Konten, nur LinkedIn
Was sonst zählt
Cold E-Mail
Warm-up und Postfach-Rotation
Posteingang
Proxy
E-Mail-Verifier, Telefonnummern
Kostenloser Test
API-Limit
Nutzer
Ohne MwSt., monatliche Abrechnung, alle Beträge in US-Dollar: HeyReach rechnet nur in Dollar ab, Emelia zeigt dieselben Zahlen in Euro und Dollar. Bei Emelia kostet jedes LinkedIn-Konto über die im Tarif enthaltenen hinaus 29 $ im Monat. Für Agenturen bei HeyReach: Ab Agency teilen sich die Kunden-Workspaces einen Pool von Sendern, dazu White Label. Jahrespreise, alle Kipppunkte und der Rechner: HeyReach Preise.
Welche HeyReach Alternative zu deiner Kontozahl passt
Sortiert nach Zahl der LinkedIn-Konten. Bis 9 Konten: Hier verlangt HeyReach 79 $ pro Sender; Tools mit einer Lizenz pro Konto, Nutzer oder Absenderprofil kommen in Frage. 10 bis 50 Konten: Emelia bleibt bis 47 Konten günstiger, Expandi hat einen Agentur-Tarif; bei 49 und 50 Konten liegt HeyReach vorn. Über 50 Konten: Emelia ist von 51 bis 103 Konten wieder günstiger, ab 104 Konten ist HeyReach Unlimited günstiger, und Nutzer kosten dort nichts. Preise auf den Websites der Anbieter geprüft; HeyReach, Dripify und Expandi rechnen nur in Dollar ab.
- 1
Waalaxy
Ideal für: Ein Konto, kleinstes BudgetEine Lizenz pro LinkedIn-Konto, mit fertigen Vorlagen; Pro erlaubt etwa 300 Einladungen im Monat. In der Eurozone gilt eine eigene Euro-Preisliste. E-Mail gibt es nur im Business-Tarif für 139 € pro Konto und Monat. Mehr dazu: Waalaxy Preise und Waalaxy-Alternativen.
ab 39 €/Monat pro KontoWaalaxy - 2
Dripify
Ideal für: Bis 9 Konten, E-Mail-Schritt inklusiveEine Lizenz pro Nutzer mit je einem LinkedIn-Konto. Basic für 59 $ ist günstiger als ein HeyReach-Sender, aber auf 1 Kampagne und 20 Einladungen am Tag begrenzt; Pro kostet 79 $. E-Mail-Schritte und 100 Finder-Credits im Monat sind dabei. Ab 10 Konten ist HeyReach mit 59 $ pro Sender günstiger als Dripify Pro.
ab 59 $/Monat pro Konto - 3
La Growth Machine
Ideal für: Wenige Absenderprofile, LinkedIn und E-MailAbgerechnet wird pro „Identität“, also pro Absenderprofil mit LinkedIn und E-Mail. Anrufe gibt es ab Pro, getestet wird 14 Tage ohne Kreditkarte.
ab 60 €/Monat pro Identität - 4
lemlist
Ideal für: Ein Konto pro Nutzer, E-Mail zuerstEin Cold-E-Mail-Tool mit Warm-up (lemwarm), Anrufen und einer Datenbank mit über 650 Mio. Kontakten. LinkedIn gibt es im Multichannel-Tarif, ein Konto pro Nutzer; lemlist zeigt dieselbe Zahl in Euro und Dollar.
109 €/Monat pro Nutzer (Multichannel)lemlist - 5
Emelia
Ideal für: Bis 47 Konten, LinkedIn und E-MailLinkedIn und Cold E-Mail in denselben Sequenzen, Warm-up und Proxy in jedem Tarif. Nur LinkedIn gerechnet: 37 $ statt 79 $ für ein Konto, 297 $ statt 590 $ für 10 Konten. Jedes weitere Konto kostet 29 $, deshalb liegt HeyReach bei 49 und 50 und ab 104 Konten vorn.
ab 37 $/MonatEmelia-Preise - 6
Expandi
Ideal für: Agentur ab 10 Konten, mit White LabelIm Business-Tarif kostet ein Konto 99 $ im Monat, mehr als bei HeyReach Growth (79 $). Für Agenturen gibt es einen Agency-Tarif ab 10 Konten mit White Label, Preis auf Anfrage. Kampagnen-Builder mit Bedingungen und E-Mail-Schritt; der Anbieter sitzt in den Niederlanden.
99 $/Monat pro Konto
HeyReach Login, API-Dokumentation und MCP-Server: kurz beantwortet
Es gibt zwei Anmeldungen. Dein HeyReach-Konto öffnest du unter app.heyreach.io, auch der Button „Log in“ auf heyreach.io führt dorthin; Kollegen lädst du ein, jeder Zugang ist kostenlos. Davon getrennt meldest du jedes LinkedIn-Konto bei HeyReach an, damit es als Sender läuft: mit Zugangsdaten, per Cookies oder über die Chrome-Erweiterung „HeyReach Login“, die das Hilfe-Center für Recruiter-Konten vorsieht. Die Erweiterung selbst automatisiert nichts, die Kampagnen laufen in der Cloud.
Ja, in jedem Tarif. Die öffentliche API deckt Kampagnen (anlegen, Sequenz, Leads hinzufügen), die Unibox (lesen, senden), LinkedIn-Konten, Listen, Statistiken, Tags, Webhooks, Workspaces und Nutzer, die Blacklist und die E-Mail-Suche ab. Das Limit liegt bei 300 Anfragen pro Minute für alle Anfragen zusammen, der API-Schlüssel läuft nicht ab. Ein älterer Hilfeartikel sagt allerdings, Credits ließen sich nicht über die API nutzen, obwohl die API einen Endpunkt zur E-Mail-Suche hat.
Auf Postman: Dort veröffentlicht HeyReach die Dokumentation seiner öffentlichen API mit allen Endpunkten. Webhooks richtest du pro Kampagne und pro Ereignis ein.
Ja, seit 2025, vorgestellt auf heyreach.io/mcp und schon im Tarif Growth enthalten. Damit steuerst du HeyReach aus KI-Assistenten wie Claude, ChatGPT oder Cursor und aus Clay oder n8n. Dazu kommt ein Kommandozeilen-Tool (CLI) mit „Skills“ für Claude zum Herunterladen.
Emelia ist ein Wettbewerber von HeyReach. Wir wollten fair bleiben: Jede Zahl zu HeyReach stammt von der eigenen Website oder öffentlichen Bewertungsportalen.